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Tipps zur Lichtenstein-Technik

Verbessertes Handling

Das Verfahren nach Lichtenstein beruht auf dem Grundprinzip, dass nach konventioneller Präparation und
Reposition einer Hernie die Leistenregion spannungsfrei mit einem Mesh augmentiert wird.

In verschiedenen Studien wurde immer wieder auf die hohe Rate an Patienten mit chronischem Schmerz
nach Lichtenstein-Operationen hingewiesen.
Dr. med. Helmar Gai hat als Spezialist in der Privatklinik Fleetinsel Hamburg und jetzt am Hernienzentrum Dr. Muschaweck in München nach einer OP-Erfahrung durch mehr als 6000 Hernienoperationen wichtige Hinweise für eine optimale Leistenhernienversorgung nach dieser Technik zusammengefasst:


Tipps von Dr. med. Helmar Gai zur Lichtenstein-Technik

Durch eine besondere Vorgehensweise bei der Lokalanästhesie lässt sich unnötiger Schmerz durch Nervenverletzungen bei atypisch verlaufenden Nervenästen vermeiden. Eine Kombination aus Leitungs- und Infiltrationsanästhesie ist optimal.

Eine direkte Hernie wird ohne spezielle Versorgung behandelt; große direkte Hernien sollten aber spannungsfrei mit einer fortlaufenden Naht versorgt werden, um die Netzfixation zu erleichtern.

Bei indirekten Hernien soll nach der Originalbeschreibung von Lichtenstein nur eine Reposition des Bruchsackes erfolgen. Nach eigener Erfahrung ist es in der Mehrzahl der Fälle sicherer den Bruchsack nach Legen einer oberflächlichen Tabaksbeutelnaht an der Basis zu invertieren oder wie bei der Shouldice-Reparatur zu resezieren.

Nach dem Umschlingen des Samenstranges mit einem Herniennetz muss darauf geachtet werden, dass die beiden Flaps nach lateral/kranial noch mindestens 5 cm lang sind - erfahrungsgemäß sollte das Netz eine Mindestlänge von 12 cm haben. Das Netz muss immer den anatomischen Gegebenheiten des Patienten angepasst werden – nicht umgekehrt. Aus diesem Grund ist das DynaMesh-LICHTENSTEIN so ausreichend dimensioniert, dass es diese Anforderung erfüllt. Bei einem normal großen Patienten muss in der Regel das Netz am kaudalen, abgerundeten Bereich um etwa 1-2 cm gekürzt werden. Hauptproblem beim Umschlingen ist zum einen die Gefahr der Einengung des Samenstranges und zum anderen das Weiterreißen des Netzes am neugeschaffenen inneren Leistenring. Das DynaMesh®-LICHTENSTEIN verhindert durch eine besondere Wirkstruktur im zentralen Netzbereichdas gefürchtete Weiterreißen und ermöglicht eine individuelle Tunnelmodulation, die eine Einengung des Samenstranges bei korrekter Anwendung vermeidet.

Als Netzmaterial wird PVDF empfohlen. Dieses Monofilament hat sich mittlerweile auch in anderen anspruchsvollen Disziplinen der Medizin bewährt. Es bietet eine extrem hohe Biokompatibilität und -stabilität.

Bei der Fixation sollten „Luftknoten“ zur Anwendung kommmen. Dies gewährleistet, dass nicht sichtbare subfaszial verlaufende Nervenäste nicht versehentlich eingeknotet werden.

Regelhaft kann der Patient den Operationssaal zu Fuß verlassen.

Vorteile dieser Methode unter Einsatz des DynaMesh®-LICHTENSTEIN sind:

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